Luft- und Raumfahrt
Gewichtsoptimierung

Die steigenden Kerosinkosten in der Luftfahrt und die zunehmenden Nutzlasten in der Raumfahrt erfordern eine ständige Gewichtsoptimierung von Flugzeugen, Helikoptern, Raketen oder Satelliten. Die Möglichkeit, mittels PMTS die Vorspannkraft einer Schraubenverbindung in einem beschleunigten Montageprozess exakt einzustellen, lässt die optimale Ausnutzung des Schraubenmaterials zu. Damit ist bereits bei Auslegung und Konstruktion die Verwendung eines reduzierten Anziehfaktors und die Auswahl leichterer Materialien oder kleiner dimensionierter Schrauben möglich. Zudem kann man mit PMTS das Setzverhalten von Schraubenverbindungen, das bei zunehmendem Einsatz von Leichtbauwerkstoffen (wie z.B. CFK) eine immer wichtigere Rolle spielt, überprüfen. Die verbliebene Restklemmkraft wird bestimmt, gegebenenfalls korrigiert und dokumentiert.

Energie- und Anlagenbau
Schnelle Montage, sichere Abdichtung

In Energieanlagen – vor allem in der Kernkraft sowie in chemischen oder petro-chemischen Anlagen – werden sicherheitsrelevante Schrauben bei einer Vielzahl von Flanschverbindungen eingesetzt. Durch die Möglichkeiten der Integration in beliebige, zum Teil parallel arbeitende Anziehwerkzeuge gewährleistet PMTS einen beschleunigten Montageprozess, eine sichere Abdichtung und zu jedem Zeitpunkt eine einfache und schnelle Kontrollmöglichkeit der Restklemmkräfte von Schraubenverbindungen. Mit der aktuellen Weiterentwicklung eines Hochtemperatursensors wird für PMTS in dieser Branche eine Vielzahl weiterer Anwendungsmöglichkeiten erschlossen.

Windkraft
Befestigung offshore rückverfolgbar

Alle Energieexperten sind sich darüber einig, dass die Zukunft der Windenergie im Betrieb von Offshore-Windparks liegt. PMTS ermöglicht neben einer exakten Schraubenmontage bei solchen, meist schwer zugänglichen Anlagen, auch unter widrigen äußeren Bedingungen, die Erbringung eines Befestigungsnachweises für sicherheitsrelevante Schraubenverbindungen wie z.B. Rotorbolzen. Damit werden deutlich kürzere Überprüfungs- und Wartungszeiten bei vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen der Vorspannkraft und im Rahmen der Schraubenwartung realisiert. Die permanente Überwachung von repräsentativen Schraubenverbindungen bei gleichzeitiger Einbindung in ein Condition Monitoring System ermöglicht zudem eine kostensparende zustandsbezogene Wartung. PMTS wurde im September 2005 durch den Germanischen Lloyd Wind zertifiziert.

Fahrzeugbranche
Kurze Prüfzeiten, bester Befestigungsnachweis

PMTS wird im Fahrzeugbau zur Überprüfung der Dimensionierung und des Montageverfahrens von Schraubenverbindungen sowie auf Testständen eingesetzt. Bei vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen der Vorspannkraft, z.B. bei Schienenfahrzeugen, gewährleistet PMTS kürzeste Prüfzeiten und die Dokumentation der Vorspannkraft im Rahmen eines Befestigungsnachweises. Durch die Integration der PMTS-Technologie in Anziehwerkzeuge kann zudem ein vorspannkraftgesteuertes Anziehverfahren in der Serienmontage realisiert werden.

Motoren- und Getriebebau
Vorzeitiger Ermüdung entgegenwirken

In Motoren und Getrieben sind Schraubenverbindungen einer großen Anzahl dynamischer Lastwechsel ausgesetzt. Die exakte Einstellung der Vorspannkraft, z.B. von Zylinderkopfschrauben, mittels PMTS ermöglicht eine gleichmäßige Verspannung aller Schrauben und wirkt somit einer beschleunigten Ermüdung des Schraubenmaterials entgegen. Bei einem Einsatz in der Serienmontage besteht die Möglichkeit, PMTS in elektrische, pneumatische oder hydraulische Anziehwerkzeuge direkt zu integrieren. Auf Testständen kann PMTS auch zur dynamischen Messung von Schraubenkräften eingesetzt werden.

Bautechnik
Werkzeugfreier Vorspannkraftmessungsnachweis

In der Bautechnik, z.B. beim Kran- oder Brückenbau, werden hohe Lasten und Betriebskräfte über eine geringe Anzahl von hochbelasteten Schrauben oder Verbindungselementen aufgenommen, wobei sehr oft hydraulische Anziehwerkzeuge zum Einsatz kommen. PMTS bietet hier die Möglichkeit, die tatsächliche Erreichung der hohen Vorspannkräfte nachzuweisen und den Wartungsaufwand (zeitaufwendiges Handling von schwerem Werkzeug) bei wiederkehrenden Prüfungen deutlich zu minimieren und im Rahmen der Sicherheitstechnik bei kritischen Schraubenverbindungen die Verschraubungssicherheit zu dokumentieren.